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Grundsteuer bezahlen

Wer Grundbesitz hat, ist grundsteuerpflichtig. Im Unterschied zur Grunderwerbsteuer, die nur einmal beim Kauf eines Grundstückes anfällt, müssen Sie die Grundsteuer jährlich zahlen.

Es wird unterschieden zwischen Grundsteuer A (für Betriebe der Land- und Forstwirtschaft, Stückländereien) und Grundsteuer B (alle anderen Grundstücke).

Hinweis: Als Grundlage für die Berechnung der Grundsteuer dient der Einheitswert des Grundstücks, des Betriebs der Land- und Forstwirtschaft oder der Stückländereien. Das persönliche Vermögen des Grundstückeigentümers spielt dabei keine Rolle.

Änderung durch Eigentumswechsel o.ä.:
Vielleicht haben Sie Ihr Grundstück verkauft und Sie wundern sich weshalb Sie dennoch von uns einen Grundsteuerbescheid erhalten. Hierzu möchten wir Sie wie folgt informieren:

  1. Die Regelungen im Kaufvertrag sind privatrechtlicher Natur und betreffen lediglich die beiden Vertragsparteien (Verkäufer und Käufer). Sie können allenfalls zu einem Zahlungsausgleich zwischen den Vertragsparteien verpflichten.

  2. Die Stadtverwaltung ist an die Festsetzungen des Finanzamtes gebunden, das in der Regel entsprechend der gesetzlichen Regelung des Bewertungsgesetzes die Steuerpflicht zum nächsten 1. Januar, der auf das Ereignis (z.B. Verkauf) folgt, auf den neuen Eigentümer überträgt. Grundsätzlich benötigen wir jedoch einen entsprechenden (Grundlagen-)Bescheid des Finanzamtes, bevor wir unseren Grundsteuerbescheid ändern dürfen.

Wir bitten Sie deshalb um Verständnis, wenn eine nach Ihrer Ansicht dringendst erforderliche Eigentümeränderung von uns erst nach Zugang des entsprechenden Grundlagenbescheides (Grundsteuermeßbescheid) des Finanzamtes erfolgen kann.

Grundsteuerbescheide
Wir weisen alle Steuerpflichtigen darauf hinweisen, dass der Steuerbescheid 2011 so lange Gültigkeit hat, bis sich das Besitzverhältnis oder der Steuerbetrag ändert. Alle Grundsteuerpflichtigen werden hiermit gebeten, diesen Steuerbescheid sorgfältig aufzubewahren. Ab 2012 werden keine Jahresbescheide mehr erstellt.

Ansprechpartner
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Ansprechpartner
Zugehörigkeit zu
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Zugehörigkeit zu
Voraussetzungen
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Voraussetzungen

Sie besitzen Eigentum, Teileigentum oder Erbbaurecht an einem Grundstück.

Als Grundstück zählen:

  • bebaute und unbebaute Grundstücke
  • Wohnungseigentum
  • Teileigentum
  • Erbbaurechte
  • Wohnungserbbaurechte
  • Betriebe der Land- und Forstwirtschaft
  • land- und forstwirtschaftliche Grundstücke (Stückländereien)
  • Betriebsgrundstücke
Verfahrensablauf
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Verfahrensablauf

Das zuständige Finanzamt muss zuerst den Einheitswert des Grundstücks nach dem Bewertungsgesetz bestimmen.

Der ermittelte Einheitswert wird danach mit den im Grundsteuergesetz festgeschriebenen Steuermesszahlen multipliziert.

Diese betragen:

  • für land- und forstwirtschaftliche Betriebe: 6 Promille
  • für Einfamilienhäuser:
    • für die ersten 38.346,49 Euro des Einheitswerts 2,6 Promille und
    • für den Rest des Einheitswerts 3,5 Promille
  • für Zweifamilienhäuser: 3,1 Promille
  • für alle übrigen Grundstücke: 3,5 Promille

Der errechnete Grundsteuermessbetrag wird an die Gemeinde weitergegeben.

Ihr Steuerbetrag ergibt sich dadurch, dass der Steuermessbetrag von der Gemeinde mit einem sogenannten Hebesatz multipliziert wird. Die Hebesätze kann die Gemeinde selbst festlegen und in der Gemeindesatzung verankern.

Die errechneten Größen

  • Einheitswert,
  • Grundsteuermessbetrag und
  • Grundsteuer

werden Ihnen jeweils mit einem eigenen Bescheid bekannt gegeben.

Hinweis: Die Gemeinde ist bei der Festsetzung der Grundsteuer an die Grundlagenwerte des Finanzamtes gebunden.

Erforderliche Unterlagen
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Erforderliche Unterlagen

keine

Kosten/Leistung
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Kosten/Leistung
Der Hebesatz beträgt

für die Grundsteuer A 320 v. H. der Steuermessbeträge
für die Grundsteuer B 350 v. H. der Steuermessbeträge
Sonstiges
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Sonstiges

Verkaufen Sie ein Grundstück, für das Sie bisher Grundsteuer bezahlt haben, setzt das Finanzamt den Grundsteuermessbetrag für den Erwerber regelmäßig von sich aus neu fest. Dies geschieht zum 1. Januar des Jahres, das auf den Eigentumswechsel folgt. Erst dann kann die Gemeinde oder die Stadt die Grundsteuer gegenüber dem neuen Eigentümer festsetzen und Sie entlasten.

Dies gilt auch, wenn der Besitzer eines Gebäudes auf fremdem Grund und Boden wechselt (zum Beispiel eine Garage oder ein Bungalow).

Alle in Ihrem Kaufvertrag getroffenen Vereinbarungen zur Übernahme von Zahlungsverpflichtungen durch den Erwerber des Grundstückes sind privatrechtliche Regelungen und wirken sich nicht auf die Zahlung der Grundsteuer aus.

Bestimmte Grundstücke sind von der Grundsteuer befreit (z.B. Grundstücke, die sich im Besitz von Religionsgesellschaften befinden und auch für religiöse Zwecke verwendet werden).

Rechtsgrundlage
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Rechtsgrundlage
verwandte Dienstleistungen
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verwandte Dienstleistungen

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  • 78187 Geisingen
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