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Hochwasserdamm am Freizeitgelände Espen wird ausgebaut


Hochwasserdamm am Freizeitgelände Espen in Geisingen wird ausgebaut
Regierungspräsidium beginnt mit vorbereitenden Arbeiten


Wie das Regierungspräsidium Freiburg (RP) mitteilt, wird der Hochwasserdamm am Freizeitgelände Espen in Geisingen (Kreis Tuttlingen) zwischen April und August ausgebaut. Die alten Absperreinrichtungen werden durch einfach zu bedienende und technisch aktuelle Schieberanlagen ersetzt. So kann das Freizeitgelände vom Hochwasser der Donau abgeriegelt werden. Der Landesbetrieb Gewässer im RP beginnt bereits in den nächsten Tagen mit den vorbereitenden Arbeiten auf den Bauflächen am Hochwasserdamm, die Ende Februar abgeschlossen sein sollen. Bei Bedarf werden auch außerhalb der Baustellenbereiche entlang des Dammes Gehölzpflegearbeiten durchgeführt, heißt es aus dem RP.

Die Ausschreibung und Vergabe der eigentlichen Bauleistungen sind in der Vorbereitung. Die neuen Schieber alleine bieten allerdings keinen hundertprozentigen Hochwasserschutz: Wenn beide Schieber geschlossen sind, besteht die Gefahr, dass durch Oberflächen- und Grundwasser sowie dem Wildtalbach innerhalb des Freizeitgeländes ein Hochwasser entsteht. Um dies zu verhindern, wurde zwischen Land und Stadt Geisingen vereinbart, dass die Stadt ein Binnenentwässerungskonzept umsetzt. Entsprechende Planungen und Untersuchungen dafür sind beauftragt. Bis dahin gilt für die Schieber ein Übergangs-Betriebsreglement.

Als der Hochwasserdamm am Freizeitgelände und die Donaubegradigung in den 70er Jahren gebaut wurde, wurde die abgeschnittene Donauschlinge als Altarm erhalten. Zur Versorgung mit Frischwasser wurde am oberen Ende eine Rohrleitung von der Donau in den Altarm verlegt. Am unteren Ende ist ebenfalls ein Rohr als Abfluss verlegt worden, da auch der Wildtalbach in den Altarm mündet. Über diese Kanalleitungen kann aber ein Donauhochwasser in das Freizeitgelände gelangen. Um dies zu verhindern wurden damals schon Absperreinrichtungen in die Kanalleitungen eingebaut. Diese entsprechen aber weder den heute gültigen technischen Anforderungen noch den aktuellen Arbeitsschutzvorschriften. Zudem ist es schon bei minimal erhöhten Wasserständen in der Donau nicht mehr möglich, die Absperreinrichtungen einzubauen.

Das Gesamtkonzept: Im Rahmen des Integrierten Donau-Programms (IDP) des Landes Baden-Württemberg sollen die bebauten Ortslagen entlang der Donau vor einem hundertjährlichen Bemessungshochwasser der Donau geschützt werden. Aufgrund der Risikoanalyse Donau und dem Gesamtkonzept des IDP von 2002 erfolgte der Bau des Hochwasserrückhaltebeckens Wolterdingen mit Inbetriebnahme 2012. Im Gesamtkonzept sind darüber hinaus örtliche Maßnahmen enthalten, um den angestrebten Schutzgrad zu erreichen. Nur noch sehr wenige Maßnahmen davon sind noch nicht umgesetzt, eine davon in Geisingen.

Matthias Henrich
Regierungspräsidium Freiburg


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