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Donaubrücke bei Geisingen wird tonnagebeschränkt


Donaubrücke bei Geisingen entlang der Kreisstraße 5942 (Engener Straße) – Tonnagebeschränkung auf 16 Tonnen
 
Aus Sicherheitsgründen darf die Kreisstraßenbrücke über die Donau bei Geisingen im Zuge der K 5942 (Engener Straße) ab Dienstag, 18. Dezember 2018, nur noch von Fahrzeugen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 16 Tonnen befahren werden. Aufgrund von Bauwerksschäden ist der technische Zustand der Brücke in Mitleidenschaft gezogen, so dass als vorbeugende Maßnahme eine Tonnagebeschränkung angeordnet wurde. Linienbusse sind hiervon ausgenommen.
 
Bei der Brücke handelt es sich um die älteste Brücke im Zuge der Kreisstraße 5942. Sie wurde im Jahr 1952 als Ersatz für die im April 1945 von der Wehrmacht in Brand gesetzte Schindelbrücke gebaut. Bei der letzten regelmäßigen Bauwerksprüfung der Brücke, wurde festgestellt, dass die vorhandenen Schäden soweit fortgeschritten sind, dass eine sogenannte Objektbezogene Schadensanalyse in Auftrag gegeben werden musste. Die Untersuchung ergab, dass die Spannglieder schadhaft sind und beim damaligen Bau spannungsrisskorrosionsgefährdeter Spannstahl verwendet worden ist. Eine Sanierung der Brücke ist aus diesem Grund nicht möglich.
 
Der Landkreis Tuttlingen als zuständiger Baulastträger folgt der Empfehlung des beratenden Ingenieurbüros und spricht als Entlastung für die Brücke und als vorbeugende Maßnahmen weitergehende Untersuchungen sowie eine Tonnagebeschränkung auf 16 Tonnen aus. Eine akute Gefährdung besteht allerdings nicht. Ausnahmen bei der Tonnagebeschränkung bestehen für den öffentlichen Personennahverkehr. Schul- und Linienbusse dürfen nach wie vor über die Brücke fahren. Der große Achsabstand bei den Bussen und die damit verbundene besseren Verteilung der Lastabtragung auf die Brücke erlauben diese Ausnahmeregelung.
 
Gemeinsam mit der Polizei, der Stadt Geisingen und der Verkehrsbehörde des Landkreises Tuttlingen hat die Abteilung Straßenbau des Landratsamtes ein Beschilderungskonzept erarbeitet, das frühzeitig auf die Tonnagebeschränkung hinweist. Der von der Sperrung betroffene Schwerverkehr soll ab Dienstag, dem 18. Dezember 2018, das vorhandene Bundes- und Gemeindestraßennetz als Alternative nutzen. Für Geisingen bedeutet dies, dass der Schwerlastverkehr über 16 Tonnen Gesamtgewicht auf die Tuttlinger Straße ausweichen muss.
 
Die Brücke bleibt zudem unter verstärkter Beobachtung, so dass auf eine weitere Schadensausbreitung schnell reagiert werden kann. Darüber hinaus sind Untersuchungen beauftragt worden, die eine weitere Nutzung der Brücke bis zu einem Neubau sicherstellen sollen. Der Kreistag des Landkreises Tuttlingen hat in seiner Sitzung am 13. Dezember 2018 beschlossen, die Planung eines Neubaus der Donaubrücke in Auftrag zu geben.
 
Die Lastbeschränkung wird mit dem Aufstellen der entsprechenden Beschilderung durch die Straßenmeisterei Spaichingen am 18. Dezember in Kraft treten und muss bis zum Ersatzneubau aufrechterhalten bleiben.
 
Im Bereich der Einmündung der K 5942 in die B 31 wurde eine Wendemöglichkeit für die Straßenmeisterei geschaffen. Dies ist erforderlich, weil die Schneepflüge, die bisher die Bundesstraße und die K 5942 geräumt haben, aufgrund ihres Gewichtes, die Brücke nicht mehr befahren können und eine Wendemöglichkeit benötigen. Die K 5942 im Bereich Engener Straße wird deshalb bis auf weiteres vom städtischen Bauhof, der ein leichteres Fahrzeug besitzt, geräumt und gestreut. Im Gegenzug räumt die Straßenmeisterei die Tuttlinger Straße.
 
Nach bisherigen Informationen soll die Donaubrücke in den nächsten 3 bis 8 Jahren komplett abgerissen und neu gebaut werden. Die Bauzeit für den Abbruch und einen Neubau wird ca. 2 Jahre betragen. Wenn es zu diesen Arbeiten kommen wird, muss eine Umleitung für den kompletten Verkehr über die Tuttlinger Straße erfolgen. Über die Brückenerneuerung hat der Kreistag in Tuttlingen zu beraten und zu beschließen.

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