Sinfonia Festiva
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Sinfonia Festiva

Gedanken von Stadtmusikdirektor Rudolf Barth


1. Ouvertüre (Hans Sorg Saal)


Mit den Eröffnungstakten des Narrenmarsches in Moll und mit der getragenen Fassung des Trios von „Gruss an die Baar“ wird die alte Halle zu Grabe getragen. Fanfaren kündigen die Eröffnung des neuen Saales an. Im Allegro wird die ganze Hoffnung, welche die Geisinger Bevölkerung für den neuen Saal hegt, im Oktavsprung heraufbeschworen. In der Coda gerät „Gruss an die Baar“ zum Triumphmarsch und eine italienische Stretta beschliesst den ersten Satz.

2. Wartenberg (der Brautraub)


Die Sage vom Brautraub durch den Ritter Cuno von Wartenberg hat mich zum 2. Satz inspiriert. Zuerst beschreibt die Musik die idyllische Lage von Geisingen vom Wartenberg aus betrachtet. Hornklänge vermischen sich mit Vogelgezwitscher und die Bauern tanzen einen Walzer. Bald schon erklingt das Liebesmotiv, das jedoch vom groben Auftreten des Raubritters ein erstes Mal unterbrochen wird. Kirchenglocken ertönen und zum Hochzeitsmarsch schreitet das Brautpaar zum Altar. Beim anschließenden Fest wird Polka getanzt, bis der Ritter ein zweites Mal erscheint und die Braut raubt. Die bis anhin so heitere Musik wird düster und dann wütend, während die Geisinger mit Verstärkung aus der Nachbarschaft die Burg auf dem Wartenberg schleifen und niederbrennen. In der Coda erklingt nochmals in einer fremden Tonart das Liebesmotiv als Klagelied.

3. Scherzo carnevale (Arena Geisingen)


Die Arena Geisingen hat mich zur Spiegelform dieses Rondos animiert. Der Anfang und der Schluss bildet das Trio des Geisinger Narrenmarsches „Hans gang hoam“ im 3/8 Takt. Das Zentrum, sozusagen der Spiegel des Rondos, ist das schräge Rittermotiv des 2. Satzes. Darum herum erscheinen weitere Fasnachtsmelodien und auch „Gruss an die Baar“ vom 1. Satz erklingt in stark abgeänderter Form wieder.

4. Allegro con fuoco (Feuerwerk)


Mein Aufenthalt in Süditalien färbte natürlich je länger er dauerte desto mehr auf meine Komposition ab. Die Einleitung beschreibt ein Feuerwerk auf musikalische Art und Weise. Für den Hauptteil (Allegro con fuoco) geriet meine Musik zu einem großen, ausgelassenen Fest für die Musiker der Stadtmusik und für das Publikum mit unterhaltsamer Musik abwechslungsweise in klassischer Manier, dann wieder unbekümmert im Tango- oder Cha-cha-Rhythmus. Ein Jubiläum soll ja auch gefeiert werden, und so mutierte der letzte Satz zu einer „grande festa“ und wurde somit zum Namensgeber der ganzen Sinfonia festiva.
 
Die Sinfonia festiva wurde im Sommer 2013 in Tricase (Apulien) komponiert.
 
Rudolf Barth
Stadtmusikdirektor

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