Aus der Sitzung des Gemeinderats vom
16. März 2010

1. Bebauungsplan „Zementwerk Mitte“

Zu diesem Tagesordnungspunkt konnte Bürgermeister Walter Hengstler Herrn Michael Seeliger von der Casaplan-Seeliger GmbH aus Saarbrücken sowie Herrn Frank Plohmann von der Hermes Logistik Gruppe begrüßen.

Nachdem der Bebauungsplan „Zementwerk Ost“ im April 2007 in Kraft getreten ist, soll jetzt eine etwa 2 ha große, westlich von der EB-Gesenkschmiede gelegene Fläche baurechtlich überplant werden. Auf einer Fläche von 1,4 ha ist die Neuansiedlung eines Hermes Logistikzentrums geplant. Investor ist hierbei die Casaplan-Seeliger GmbH, die das Gebäude an die Firma Hermes vermietet. Die Restfläche dient als Vorratsgrundstück. Städteplaner und Architekt Thomas Kreuzer stellte dem Gemeinderat und den Zuhörern den Bebauungsplanentwurf vor. Die Erschließungsstraße zum Grundstück wird von der Casaplan-Seeliger GmbH gebaut und bleibt im Privatbesitz. Entlang der Bahnlinie muss zur Grundstücksentwässerung ein Regenwasser- und ein Schmutzwasserkanal neu gebaut werden. Das Bebauungsplanverfahren wird im beschleunigten Verfahren der Innenentwicklung ohne Grünordnungsplan aufgestellt.

Herr Seeliger erläuterte die Planungen für das neue Hermes Logistikzentrum in Geisingen. Er erklärte, dass die Casaplan-Seeliger GmbH als Investor bereits über 40 Hallen für die Hermes Gruppe gebaut hat. Die Investition beträgt rund 3 Mio. €. Das in Geisingen vorgesehene Gebäude hat eine Gesamtfläche von etwa 3.700 qm Grundfläche. Hiervon entfallen ca. 300 qm Fläche auf einen Bürotrakt. Bei dem Hallenbau handelt sich um einen Standardbau aus Stahl mit Stahlblechen. Er hob den hervorragenden Standort im Industrie- und Gewerbegebiet DANUVIA81 hervor.

Herr Plohmann führte aus, dass die Paketanlieferung nach Geisingen von einem Zentrallager aus erfolgt. In Geisingen sollen täglich zwischen 12.000 und 17.000 Sendungen sortiert und verteilt werden. Mit der neuen Anlage können 6.000 Pakete in der Stunde sortiert werden. Derzeit hat die Hermes Gruppe 36 % Marktanteil im Paketbereich. Ziel der Hermes Gruppe ist es, Marktführer zu werden. Herr Plohmann erläuterte, dass die Anlieferung des Logistikzentrums in der Nacht ab 0.00 Uhr mit ca. 15 bis 18 LKWs erfolgen wird. In der Niederlassung werden 48 bis 50 direkte Hermes-Beschäftigte eingesetzt sein. Die anliefernden LKWs fahren von der Autobahn her über die Tuttlinger Straße zum Logistikzentrum. Die Firma Hermes legt dies auch in Anfahrplänen fest.

Die Mitglieder des Gemeinderates begrüßten allseits die geplante Investition und billigten einstimmig den Bebauungsplanentwurf sowie dessen Offenlage und die Anhörung der Träger öffentlicher Belange.



2. Vergabe von Bauleistungen zur Wärmedämmung des Bauabschnittes I der
Grund-, Haupt- und Werkrealschule Geisingen


Für verschiedene Sanierungsmaßnahmen am Schulgebäude stehen insgesamt 346 T€ zur Verfügung. Bereits im Jahr 2009 wurden die Mensa und der Computerraum mit einem Gesamtvolumen von 82 T erneuert. Insgesamt kann die Stadt aus Konjunkturfördermitteln und Ausgleichstockmitteln mit Zuschüssen in Höhe von 236 T€ rechnen.

Architekt Thomas Kreuzer stellte die verschiedenen Gewerke und die Ausschreibungsergebnisse vor.

Jeweils einstimmig wurden folgende Arbeiten vergeben:

Erdarbeiten zum Angebotspreis von 19.797,41 € an die Firma Hartwig Fluck, Leipferdingen. Gerüstbauarbeiten zum Angebotspreis von 12.015,01 € an die Firma Hugo Scheuble, Geisingen, Fassadenarbeiten zum Angebotspreis von 129.874,22 € an die Firma Haller Industriebau, Schwenningen. Bei diesem Angebot entschied sich der Gemeinderat für die Option einer zweilagigen Wärmedämmung mit einem Mehrpreis von 1.725,50 €. Die Farbauswahl für die Fassade wurde auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Die Fassadenarbeiten sollen während der Sommerferien erfolgen.



3. Instandsetzung des Espenweges

Die Eröffnung der Arena Geisingen am 16. April 2010 macht es erforderlich, die Instandsetzung der Zufahrt auf einen Mindeststandard durchzuführen. Vorgesehen ist der Ausbau des Weges auf der jetzigen Trasse mit der bisherigen Breite von 3,50 m.

Bürgermeister Hengstler erläuterte die Zuschussproblematik zu diesem Vorhaben. Das Regierungspräsidium Tübingen hat bereits einer Gewährung von Zuschüssen aus dem europäischem LEADER-Programm zugestimmt. Derzeit fehlt aber noch die Zustimmung des Regierungspräsidiums Freiburg. Auch die Zuschussmittel aus dem Ausgleichstock sind noch nicht bewilligt. Der Endausbau des Weges und die Errichtung des Wohnmobilstellplatzes brauchen daher noch Zeit. Die für die jetzt geplante Instandsetzung des Weges veranschlagten 100 T€ sind jedoch im Haushalt 2010 finanziert.

Ingenieur Peter Kühnle erläuterte die geplanten Baumaßnahmen. So soll auf dem vorhandenen Unterbau eine neue 11 cm dicke Tragdeckschicht eingebaut werden. Der Ausbau des Weges erfolgt in einer Breite von 3,50 m. Auch die Zuwegung zu den Tennisplätzen wird erneuert. Er hob auf Grund von im Gemeinderat geäußerten Bedenken hervor, dass der jetzt geplante Ausbau keine unnötigen Ausgaben beinhaltet und ein späterer Vollausbau des Weges unproblematisch ist.

Bei einer Gegenstimme wurden die Arbeiten zur Instandsetzung des Espenweges zum Angebotspreis von 97.580 € an die preisgünstigste Bieterin, die Firma Uhrig vergeben.



4. Baugesuche

Der Gemeinderat stimmte der Erweiterung einer bestehenden Werkstatt und einer Lagerhalle im Gewerbegebiet „Kleine Breite“ zu. Zugestimmt wurden Bauanträgen auf Balkonanbau in der Schloßstraße, Neubau von 3 Garagen in der Wildtalstraße, der Erweiterung einer bestehenden landwirtschaftlichen Maschinenhalle in Aulfingen, dem Neubau je eines Einfamilienwohnhauses in Kirchen-Hausen und in der Sonnenhalde sowie zwei Werbeanlagen in der Hauptstraße.

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