Aus der Sitzung des Technischen Ausschusses vom 26. Januar 2010

1. Planungen neuer Wasserhochbehälter für die Stadtteile Aulfingen und Leipferdingen

Der Technische Ausschuss tagte zu diesem Thema zusammen mit den Ortschaftsräten aus Aulfingen und Leipferdingen in der Festhalle Leipferdingen. Bürgermeister Hengstler konnte zu diesem Tagesordnungspunkt Ingenieur Burgert vom gleichnamigen Büro und die Ingeniere Greiner und Mundweiler vom Ingenieurbüro Greiner begrüßen.

Die erste Planung für die neuen Hochbehälter stammte aus dem Jahr 2001. Diese Planung hat man mittlerweile optimiert. Insbesondere wurden die Behältervolumina aufgrund geänderter Prognosen der Einwohnerentwicklung und der Verbräuche verkleinert. In der Sitzung wurden drei Planvarianten zur Verbesserung der Wasserversorgung der Stadtteile Aulfingen und Leipferdingen vorgestellt.

Variante 1 sieht jeweils neue Hochbehälter für Aulfingen und Leipferdingen vor. Für Aulfingen ist ein Behältervolumen von 200 cbm und für Leipferdingen von 250 cbm vorgesehen. Die vorgesehenen Standorte für die neuen Behälter, welche in Edelstahl ausgeführt werden sollen, liegen jeweils oberhalb der alten Behälter, so dass sich auch die Druckverhältnisse in den Ortschaften verbessern würden. Für Leipferdingen wäre neben dem neuen Hochbehälter zusätzlich ein Löschwasserbehälter mit 150 cbm Fassungsvermögen erforderlich. Die Kostenschätzung für diese Variante beläuft sich auf 1,117 Mio. €.

Variante 2 geht von einem gemeinsamen Hochbehälter für beide Stadtteile aus. Dieser Behälter hätte ein Volumen von 450 cbm. Der Standort für diesen Behälter wäre im Gewann „Eichhalden“ in Leipferdingen. Generell sind die Kosten für einen gemeinsamen Behälter niedriger, wie für zwei einzelne Behälter. Allerdings fallen bei dieser Variante erhebliche Aufwendungen für den Bau der Einspeisungsleitung vom Hochbehälter Kohlerberg und die entsprechenden Leitungsanbindungen an die beiden Ortsnetze an. Deshalb geht die Kostenprognose bei dieser Variante von einem Aufwand von 1,4185 Mio. € aus.

Variante 3 geht von einer Erweiterung des Verbandsbehälters Hausener Berg aus. Da die städtische Wasserversorgung seit geraumer Zeit zu 100 % vom Wasserzweckverband „Unteres Aitrachtal“ versorgt wird und auch mit den Anlagen des Zweckverbandes eng verzahnt ist, müssen alle Maßnahmen der örtlichen Wasserversorgung stets mit den Voraussetzungen innerhalb des Verbandes abgestimmt werden. Bei einer Erweiterung des Verbandsbehälters Hausener Berg könnten die Stadtteile Aulfingen und Leipferdingen direkt vom Hochbehälter Kohlerberg aus versorgt werden. Im Stadtteil Leipferdingen müsste zusätzlich ein Löschwasserbehälter mit 250 cbm Volumen gebaut werden. Die Kosten für die Variante 3 sind mit 2,66 Mio. € beziffert. Die Planvariante 3 bringt aber auch eine wesentliche Verbesserung der Versorgungssicherheit für Geisingen und Gutmadingen, die vom Hochbehälter Hausener Berg aus versorgt werden. Zudem sind in der Variante 3 Kosten in Höhe von 350 T€ für verschiedene Leitungsbaumaßnahmen enthalten, die in den nächsten Jahren auf die Stadt zukommen werden. Ein Teil der Kosten der Variante 3 sind zudem Investitionen, die zwischen dem Zweckverband und der Stadt aufgeteilt werden.

In der Diskussion des Gremiums wurde hervorgehoben, dass die Versorgungssicherheit mit Trink- und Löschwasser im Hinblick auf Menge, Hygiene und Druckverhältnissen eine sehr wichtige Aufgabe ist und die Verbesserungen für die Stadtteile Aulfingen und Leipferdingen zeitnah erfolgen müssen. Es wurde aber auch darauf hingewiesen, dass bei den anstehenden Investitionsentscheidungen auch die Gebührenentwicklung nicht außer Acht gelassen werden darf. So wird davon ausgegangen, dass sich die Wassergebühren bei der kostengünstigsten Variante 1 um ca. 0,30 €/cbm erhöhen werden.

Als Empfehlung an den Gemeinderat sprach der Technische Ausschuss schlussendlich aus, dass der Bau eines Einzelbehälters für den Stadtteil Leipferdingen weiter verfolgt wird. Die Realisierung des neuen Behälters soll im Jahr 2011 erfolgen. Für den Stadtteil Aulfingen soll beim Wasserzweckverband geklärt werden, ob dieser direkt vom Verbandshochbehälter Kohlerberg aus versorgt werden kann. Sollte dies nicht realisierbar sein, soll auch für Aulfingen ein neuer Einzelbehälter geplant und im Jahr 2011 gebaut werden. Für die Versorgungssicherheit der Gesamtstadt und des Zweckverbandsgebiets soll aber auch die große Variante 3, mit einer Erweiterung des Hochbehälters Hausener Berg, weiter verfolgt werden.


2. Baugesuche

Die Ausschussmitglieder nahmen Kenntnis davon, dass das Lehrerwohnhaus Gutmadingen im Dezember 2009 veräußert worden ist. Die Stadt Geisingen hat sich dem Käufer des Lehrerwohnhauses gegenüber verpflichtet, dass Gebäude freistehend zu übergeben. Deshalb ist ein Teilabbruch der maroden Pausenhalle, die das Lehrerwohnhaus mit dem Gemeinschaftshaus Gutmadingen verbindet, notwendig. Ein vollständiger Abbruch der Pausenhalle kann nicht erfolgen, da die Pausenhalle auch ein Teil des Eingangsbereiches des Gemeinschaftshauses ist. Ein entsprechender Antrag für einen Teilabbruch der Pausenhalle wird deshalb an das Landratsamt Tuttlingen gestellt.

Der Technische Ausschuss genehmigte die Empfehlung des Ortschaftsrates Leipferdingen und gab sein Einvernehmen zu einem Neubau eines PKW-Unterstellplatzes in der Poststraße. Weiter wurde ein Bauantrag zur Errichtung von zwei Dachgauben auf einem bestehenden Wohnhaus im Kindergartenweg zur endgültigen Entscheidung an den Ortschaftsrat Kirchen-Hausen verwiesen.


3. Neuanlage von Urnengräbern

Die vorhandenen Grabplätze für Urnengräber auf dem Geisinger Friedhof sind nahezu vollständig belegt. Aus diesem Grund musste der Technische Ausschuss kurzfristig über den Standort für ein neues Urnengrabfeld entscheiden. Der Technische Ausschuss sprach sich dafür aus, dass das neue Urnengrabfeld auf einer freien Fläche im südlichen Teil des Friedhofes angelegt werden soll.

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