Aus der Sitzung des Technischen Ausschusses vom 24.03.2009

1. Sanierung der Mohrengasse mit Entwässerungsplanung

Tiefbauingenieur Peter Kühnle aus Bad Dürrheim stellte in der Sitzung die Entwässerungsplanung für den Bereich Mohrengasse vor. Bisher werden die Anwesen in diesem Gebiet im Mischsystem ins Regenüberlaufbecken (RÜB) „Espen“ entwässert. Zukünftig soll die Entwässerung in einem Trennsystem erfolgen. Regenwasser welches mit vertretbarem Aufwand erfasst werden kann, soll separat abgeleitet werden. Im Espengelände, hinter dem kleinen Bahndurchlass, ist hierzu der Neubau eines Sedimentationsschlammfanges geplant. Das gereinigte Regenwasser soll hernach in den Altarm der Donau geleitet werden. Die neu geplante Regenwasserbehandlungsanlage ist hydraulisch so dimensioniert, dass in der Zukunft auch die Gerber-Fischer-Straße angeschlossen werden kann. Ein großer Vorteil des Trennsystems ist, dass das RÜB „Espen“ und die Kläranlage durch die separate Ableitung des Regenwassers entlastet werden. Die zusätzlichen Kosten für die neue Regenwasserableitung belaufen sich auf ca. 10 T€. Die Kanalisation im nördlichste Teil der Mohrengasse und ein Teilstück der Mühltorgasse werden nicht in offener Bauweise sondern im Inlinesystem saniert. Durch die geplanten Sanierungsmaßnahmen werden keine Erschließungskosten auf die Anlieger zukommen. Kosten können allerdings auf die Anlieger zukommen, wenn schadhafte Hausanschlüsse saniert werden müssen. Hier wird aber im Vorfeld eine Abstimmung mit den Eigentümern stattfinden. Als nächster Schritt muss die heute vorgestellte Entwässerungsplanung vom Landratsamt genehmigt werden.

Einstimmig beschloss der Technische Ausschuss deshalb, dass eine entsprechende wasserrechtliche Genehmigung beantragt wird.


2. Freizeitgelände „Espen“

Errichtung eines Reisemobilstellplatzes
In der Sitzung wurde die Planung für einen Reisemobilstellplatz im Bereich der derzeitigen Halfpipe von Ingenieur Peter Kühnle vorgestellt. Die Planung sieht den Bau von insgesamt 36 Stellplätzen (10 m lang und 5 m breit) vor. Der Platz muss mit Strom, Telefon, Wasser und Abwasser ausgestattet werden. Bei einem niedrigen Ausbaustandard werden sich die geschätzten Kosten auf 112 T€ belaufen. Bei einem Vollausbau des Platzes, hierbei käme ein Asphaltbelag, mehr Beleuchtung, Grillplatz und Begrünung hinzu, würde mit ca. 186 T€ zu Buche schlagen. Zum jetzigen Zeitpunkt soll ein Förderantrag im europäischem LEADER-Programm gestellt werden. In diesem Programm beträgt die Förderquote 20 %. Die Nutzung des Platzes soll kostenpflichtig werden. Der Technische Ausschuss war mehrheitlich der Auffassung, dass die drei äußersten zum Espenweg hin liegenden Stellplätze nicht realisiert werden sollen. Hingegen soll eine stärkere Bepflanzung zum Espenweg hin erfolgen. Als nächster Schritt wird die Planung angepasst und ein Förderantrag im LEADER-Programm gestellt. Sobald die Fördermittel gesichert sind, wird die Endplanung des Reisemobilstellplatzes in Angriff genommen.

Ausbau des Espenweges
Der Espenweg soll im Hinblick auf die Skating-Arena nach Möglichkeit mit einem seitlich verlaufenden Skaterweg ausgebaut werden. Bei einem Ausbau des Weges muss man berücksichtigen, dass zukünftig auch Busse zur Arena2009 fahren werden. Beim Ausbau des Weges muss man sich Gedanken über die gesamte Wegstrecke von der Einmündung Engener Straße bis zur Arena2009 machen. Der Weg muss in einer gewissen Qualität ausgebaut werden. Dies ist auch erforderlich, damit die Donaustraße verkehrsmäßig durch die Arena2009 nicht belastet wird. Momentan besteht aber kein Zeitdruck zur Realisierung des Weges. Zukünftig muss aber eine vernünftige Anfahrt zur Arena gewährleistet sein. Zudem darf es keine zusätzlichen Verkehrsbelastungen für die Unterstadt geben. Der Ausbau des Espenweges wird daher planerisch und kostenmäßig untersucht werden.

Ausweisung von Parkplätzen
Östlich der Sportplätze im Espengelände soll ein großer Stellplatz für ca. 520 PKWs ausgewiesen werden. Baulich muss am vorhandenen Gelände nichts geschehen. Das Gelände soll aber für Großveranstaltungen als Parkplatz bereitgehalten werden. Weitere 50 öffentliche Parkplätze werden entlang der Bahnlinie Richtung Tennisheim in Schotterrasenausführung auf Kosten der Firma Uhrig angelegt. Beachten muss man auch noch, dass der Weg zum Tennisheim auch in einem sehr schlechten Zustand ist. Weitere Stellplätze wird es noch beim neuen Bouleplatz geben. Diese Stellplätze werden eine Tiefe von 5 m erhalten. Der Wall um den Bouleplatz muss deshalb noch ein bisschen verändert werden.


3. Baugesuche

Der Technische Ausschuss stimmte einem Abbruch eines Gebäudes in der Mohrengasse zu. Ebenfalls die Zustimmung des Gremiums fand ein Bauantrag zur Errichtung eines Doppelcarports in der Hans-Thoma-Straße. Ferner wurde der Anbau einer Widerkehr mit Balkonen an einem Gebäude in der Hauptstraße befürwortet. Zustimmung wegen eines geplanten Baues von Stützmauern bei einem Bauvorhaben Auf Wiehl wurde ebenfalls erteilt.


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