Bericht Waldbegehung vom 13.10.2006

Die Waldbegehung 2006 fand dieses Jahr auf Gemarkung Geisingen statt.

Fachkundig begleitet wurde der Exkurs von Forstdirektor Dr. Veit Hirner und Ulrich Maier vom Landratsamt Tuttlingen und Herrn Martin Wiebel von der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt in Freiburg.

Als erstes wurde im „Tännlehau“ eine ca. 10 ha große Sturmholzfläche begutachtet. Über 3.300 Festmeter Sturmholz sind 1999 beim Orkan „Lothar“ in diesem Bereich angefallen. Vor sechs Jahren hat sich der Gemeinderat diese Sturmfläche angesehen. Mittlerweile gibt es eine schöne Naturverjüngung an Buchen und eine geringer Anzahl an Fichten in diesem Bereich. Teilweise wachsen auch Bergahorn und Mehlbeeren nach. Dr. Hirner lobte die Bejagung in diesem Bereich. Es ist kaum Wildverbiss vorhanden. Ziel ist es auf diesen Flächen, schöne gerade Buchen zu ziehen. Für die Fichte ist der Standort problematisch.

Herr Wiebel erklärte anhand eines Bodenprofiles die Standortbedingungen. Der Boden bietet nur einen geringen Wurzelraum und wenig Wasserspeicher. Die Bäume können an diesem Standort in der Masse nur bis etwa 25 cm Tiefe wurzeln. Die Buche ist allen anderen Baumarten an diesem Standort voran. Die Fichte wird an diesem Standort überwiegend rotfaul.

Das zweite Waldbild wurde im Bereich Ehrenburg/Steig in Augenschein genommen. Es handelt sich um eine 16 ha große Fläche mit einem überwiegenden 90 bis 120 jährigem Fichtenbestand. Von den Standortbedingungen handelt es sich um einen Grenzbereich für die Fichte. Teilweise sind die Fichten rotfaul.

Herr Wiebel erläuterte wieder an einem Bodenprofil, dass dieser Standort schlechter ist wie der zuvor besichtigte. Nadelhölzer haben auf diesem Boden das Problem des Pilzbefalles und werden vermehrt rotfaul. Zudem ist der Standort sehr trocken. Die Buche wäre der ideale Baum für diesen Standort.

Das letzte Waldbild wurde in der „Geisinger Länge“ erkundet. Es handelte sich um einen 110 jährigen Buchenbestand. Forstrevierleiter Rapp erklärte, dass in diesem Distrikt mit Fremdfirmen maschinell und manuell Holz aufgearbeitet wird.

Herr Wiebel erläuterte, dass es sich beim Boden um einen Kalkverwitterungslehm handelt. Es ist ein guter Durchschnittsboden.

Bei den anschließenden Beratungen gab Forstdirektor Dr. Hirner einen Abriss über die wirtschaftliche Entwicklung am Holzmarkt. Erfreulich sind die derzeitigen Preissteigerungen beim Holz. Er verwies aber auch auf die zunehmende Konzentrierung von Großsägewerken und das dann einsetzende Preisdiktat.

Durch günstige Witterung ging der Schadensbefall durch den Borkenkäfer zurück. Allerdings sind in diesem Jahr über 3.000 Festmeter Schadholz durch Schneebruch zu verzeichnen.

Für das Jahr 2007 ist ein Einschlag von 16.000 Festmetern geplant. Der Forstbetrieb soll einen Gewinn von 25.000 € abwerfen. Hierbei zu berücksichtigen ist, dass notwendigerweise wieder höhere Mittel in die Wegeunterhaltung und -erschließung sowie für die Pflege und Schaffung von Kulturen investiert werden müssen. Die Rückstände in diesen Bereichen dürfen nicht zu groß werden.


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