Aus der Sitzung des Gemeinderates am 24. Juli 2012

1. Einführung einer Gemeinschaftsschule zum Schuljahr 2013/2014

Zu diesem Tagesordnungspunkt konnte Bürgermeister Walter Hengstler Herrn Rektor Wolfram Sprung von der Grund- und Werkrealschule Geisingen begrüßen.

Gegenüber dem staatlichen Schulamt Konstanz sowie gegenüber dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg wurde mit Schreiben vom 4. Juli 2012 eine Absichtser-klärung zur Einrichtung einer Gemeinschaftsschule in Geisingen abgegeben. In den Gremien der Schule und in einem Gespräch mit dem Staatlichen Schulamt Konstanz wurde die Einführung einer Gemeinschaftsschule weiter erörtert. Der Elternbeirat der Grund- und Werkrealschule hat inzwischen mehrheitlich der Einführung eine Gemeinschaftsschule zugestimmt. Die Ge-samtlehrerkonferenz hat sich einstimmig für die Einführung einer Gemeinschaftsschule ausge-sprochen. Mit der Einführung der Gemeinschaftsschule wird das pädagogische Konzept der Grund- und Werkrealschule weiter entwickelt. Ein Bestandteil davon könnte die Einführung der Ganztagesschule im Grundschulbereich sein, jedoch auf freiwilliger Basis. Die Einführung einer Gemeinschaftsschule am Schulstandort Geisingen wird außerdem bedeuten, dass die verein-barte Kooperation mit der Schlossschule Immendingen aufgekündigt werden muss. Die Kündi-gung der Kooperationsvereinbarung würde zum Schuljahr 2013/2014 wirksam.

Am Montag, den 23. Juli 2012 hatte das Schulamt Konstanz eine Besichtigungstour durch die Geisinger Schule gemacht. Die Entwicklung der Werkrealschule Geisingen hin zu einer Ge-meinschaftsschule konnte hierbei dargestellt werden. Um die Anforderungen an die Inklusions-forderungen zu erfüllen ist eine Zusammenarbeit mit der Förderschule Immendingen beabsich-tigt. Die Steuerungsgruppe der Schule hat bereits ein pädagogisches Konzept für die Gemein-schaftsschule in Geisingen erarbeitet.

In der Diskussion war sich das Gremium einig, dass Geisingen einen Antrag auf die Einrichtung einer Gemeinschaftsschule stellen muss, damit der Schulstandort gesichert werden kann. Es wurde die Landesregierung für ihre Schulpolitik kritisiert. Insbesondere der Wegfall der verbind-lichen Grundschulempfehlungen wird das Aus für viele kleinere Werkrealschulen sein.

Der Gemeinderat fasste einstimmig die folgenden Beschlüsse:

1. Die Stadt Geisingen stellt zum 1. Oktober 2012 den Antrag auf Einführung einer Gemein-schaftsschule zum Schuljahr 2013/2014.
2. Die öffentlich-rechtliche Vereinbarung über die Kooperation der Grund- und Werkrealschule Geisingen mit der Schloss-Schule (Hauptschule) Immendingen wird gekündigt.
3. Die enge Zusammenarbeit mit der Nachbargemeinde Immendingen mit dem Ziel einer guten Schulversorgung in beiden Gemeinden wird beibehalten.


2. Vergabe von Bauleistungen für den Neubau eines Wasserhochbehälters und
    eines Löschwasserbehälters in Leipferdingen


Die Ausschreibungen für die Bauleistungen lagen insgesamt leicht über den Kostenberechnun-gen. Der Gemeinderat beschloss trotzdem einstimmig, dass die Verwaltung nach Vorliegen der Zuwendungsbescheide die Firma Hydro-Elektrik aus Ravensburg mit der Ausführung der Erdar-beiten, der Erstellung des Gebäudes sowie der elektrischen- und hydraulischen Installationen beauftragen darf. Der Angebotspreis der Firma Hydro-Elektrik lag bei brutto 511.294 €, die Kos-tenberechnung wies 492.243 € aus. Mit dem Gewerk Leitungsbau für den Hochbehälter wird die Firma Maier Bau aus Dettighofen-Baltersweil beauftragt werden. Das Angebot lag hier mit brutto 128.139 € etwas günstiger, wie die Kostenprognose mit 131.079 €. Die Arbeiten zur Erstellung eines Löschwasserbehälters am Mühlenbach gehen für eine Angebotssumme von brutto 73.978 € an die Firma Hirt aus Villingendorf. Hier lag die Kostenprognose bei 82.110 €. Die kompletten Baumaßnahmen für den Wasserhochbehälter und den Löschwasserbehälter sollen bis spätes-tens Mitte des nächsten Jahres abgeschlossen sein.


3. Baugesuche

Der Gemeinderat stimmte dem Neubau einer Werbetafel und den Planungen für eine Überdachung an einem Wohngebäude in Geisingen zu. Die Planungen für eine Brennholzlagerüberdachung wurden an den Ortschaftsrat Aulfingen verwiesen. An den Ortschaftsrat Gutmadingen wurde die endgültige Entscheidung zu einer Doppelgarage delegiert. Genehmigt wurde die Empfehlung des Ortschaftsrates Leipferdingen für den Neubau eines Pferdeunterstandes.

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