Aus der Sitzung des Technischen Ausschusses vom 28. September 2010

1. Räumliche Unterbringung der Freiwilligen Feuerwehr, Abteilung Aulfingen

Der Technische Ausschuss besichtigte in seiner jüngsten Sitzung das Feuerwehrgerätehaus Aulfingen und den von der Feuerwehr neu angepeilten Standort im ehemaligen Schlachthaus in der Aitrachstraße. Der stellvertretende Stadt- und Abteilungskommandant Norbert Amma und der mit den Planungen beauftragte Architekt Claus Limberger informierten das Gremium umfassend über den derzeitigen Ist-Zustand und über die geplante Standortverlegung des Feuerwehrgerätehauses.

Die Abteilungswehr Aulfingen besteht zur Zeit aus 35 aktiven Wehrmännern. Davon sind 4 Gruppenführer, 7 Atemschutzträger, 10 Truppführer, 6 Maschinisten und 17 Funker. Ausgestattet ist die Aulfinger Wehr mit einem rund 30 Jahre altem Tragspritzenfahrzeug, welches nicht wasserführend ist. Zudem steht ein Schlauchwagen als Traktoranhänger zur Verfügung. Aufgrund der räumlichen Situation im bestehenden Feuerwehrwehrhaus ist die Einstellmöglichkeit für ein neues wasserführendes Löschfahrzeug nicht gegeben. Derzeit ist zudem eine Unterbringung der persönlichen Schutzausrüstung der Wehrmänner nur teilweise und unzureichend möglich. Auch die Pflege der Geräte, Fahrzeuge und der Ausrüstung ist aufgrund der beengten Verhältnisse und der fehlenden Heizung im Winter nahezu unmöglich. Zudem ist der jetzige Standort der Feuerwehr, welcher hinter dem Kindergartenneubau liegt, vom Kreisbrandmeister nur befristet genehmigt. Das alte Feuerwehrhaus soll zukünftig als Lagergebäude der örtlichen Vereine dienen.

Die Aulfinger Feuerwehr soll zukünftig im ehemaligen Schlachthaus in der Aitrachstraße untergebracht werden. Architekt Limberger stellte die Planungen hierzu vor. Die Kostenschätzung für den Umbau belaufen sich auf 213.000 €. Die Feuerwehrmänner sind bereit, Eigenleistungen in geschätzter Höhe von 38.700 € einzubringen. Vom Landkreis wird ein Feuerwehrzuschuss in Höhe von 52.500 € erwartet, so dass der von der Stadt aufzubringende Eigenanteil 121.800 € beträgt. Eventuell ist noch eine zusätzliche Förderung in Höhe von 30.000 bis 40.000 € über Ausgleichstockzuschüsse möglich.

Die Mitglieder waren sich in der Sitzung einig, dass die Unterbringung der Abteilungswehr Aulfingen nicht mehr zeitgemäß ist und die Notwendigkeit der Umbaumaßnahme dringend ist. Es wurde darauf hingewiesen, dass der Gemeinderat an seinem gefassten Grundsatzbeschluss festhält, die Abteilungswehren mit einer Grundausstattung zu erhalten. Allerdings stehen derzeit alle Investitionsmaßnahmen auch im Hinblick auf das Hallenprojekt in Geisingen unter einem Finanzierungsvorbehalt. In den anstehenden Haushaltsplanberatungen für das Jahr 2011 wird über das Projekt weiter beraten werden.


2. Planung für einen neuen Wasserhochbehälter in Leipferdingen

In der Sitzung stellte Ingenieur Wolfgang Burgert die neuste Planung für den Wasserhochbehälter Leipferdingen vor. Der alte, etwa 100 Jahre alte Wasserhochbehälter des Stadtteils Leipferdingen soll durch einen neuen Behälter, welcher rund 20 m höher gebaut werden soll, ersetzt werden. Der neue Wasserspeicher soll aus zwei Edelstahlbehältern mit jeweils 125 m³ Fassungsvermögen bestehen. Ummantelt sind die Behälter von einem Holzbauwerk ähnlich einer Feldscheune. Die Trinkwasserreserve wird sich durch den neuen Behälter um 100 m³ erhöhen. Zudem wird der Druck im Ortsnetz um ca. 1,7 bar höher ausfallen. Für die Verbesserung der Löschwasserversorgung ist der Bau eines Löschwasserbehälters in der Mühltalstraße geplant. Der Behälter soll ein Fassungsvermögen von 150 m³ haben. Zusätzlich wird der alte Wasserhochbehälter zukünftig ebenfalls als Löschwasserspeicher benutzt, so dass in Leipferdingen hinreichend Löschwasservorräte zur Verfügung stehen.

Die Kosten für den Hochbehälterneubau, den Bau von Versorgungsleitungen und die Baumaßnahmen für die Löschwasserversorgung werden auf ca. 645.000 € geschätzt. Des Weiteren müssen noch Leitungsbauarbeiten zum Hochbehälter Hausener Berg getätigt werden. Diese Maßnahmen sind mit 288.000 € veranschlagt. Der Stadtteil Aulfingen kann nach Realisierung des geplanten Leitungsbaues zukünftig von den Hochbehältern Hausener Berg und Kohler Berg versorgt werden. Ein eigener örtlicher Hochbehälter ist für Aulfingen dann nicht mehr erforderlich. Der alte Wasserhochbehälter in Aulfingen kann dann für die Löschwasserversorgung umgenutzt werden. Zuschüsse wird es für diese Maßnahmen leider keine geben. Bei einer Realisierung dieser Investitionsmaßnahmen wird der Wasserpreis um ca. 0,20 €/m³ ansteigen.

Der Technische Ausschuss genehmigte einstimmig die vorgestellte Entwurfsplanung und empfahl dem Gemeinderat, das Wasserversorgungskonzept für Leipferdingen in den Investitionsplan des Eigenbetriebs Wasserversorgung für das Jahr 2011 aufzunehmen.


3. Baugesuche

Der Technische Ausschuss verwies ein Bauvorhaben aus Gutmadingen zur Errichtung einer Dachgaube zur endgültigen Entscheidung an den Ortschaftsrat.


4. Vergabe von Straßenbauarbeiten

Der Technische Ausschuss vergab Tiefbauarbeiten zur Sanierung eines Teilstückes des Schulstraße zum Angebotspreis von 49.474 € an die günstigste Bieterin, die Firma Walter Straßenbau KG aus Trossingen.

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